Flora & Fauna
Der Bunte Garten ist ein beeindruckendes Zuhause für eine Vielzahl von Pflanzenarten. Mit über 1400 Arten und Sorten von Laubgehölzen allein gibt es eine Vielzahl von Optionen, um die Schönheit der Natur zu bewundern. Unter ihnen sind 60 verschiedene Arten von Eichen, die mit ihrer stolzen Erscheinung und ihren majestätischen Kronen den Garten schmücken. Ahorne sind ebenfalls reichlich vertreten, mit erstaunlichen 150 verschiedenen Sorten, die ihre leuchtenden Herbstfarben präsentieren. Buchen in 25 verschiedenen Arten, die mit ihrem dichten Laub und ihrer ansprechenden Form den Garten bereichern, sind ebenfalls zu finden. Die Pracht der Birken, die in 20 verschiedene Varianten daher kommen und mit ihrer charakteristischen weißen Rinde bezaubern, ist ebenfalls nicht zu übersehen. Aber es sind nicht nur die Laubgehölze, die den Bunten Garten zu etwas Besonderem machen. Ein beeindruckendes Aufgebot von 800 Arten und Sorten von Nadelhölzern gibt dem Garten eine ganzjährig grüne Struktur. Mit ihrer einzigartigen Form und Textur bieten sie sowohl Schutz als auch Schönheit. Darüber hinaus hat der Bunte Garten auch eine große Auswahl an Rhododendron und Azaleen zu bieten. Mit 600 verschiedenen Arten und Sorten dieser prächtigen Blütensträucher erstrahlt der Garten in einer Vielzahl von Farben und Formen. Von zarten Rosa- und Lavendeltönen bis hin zu leuchtendem Rot und kräftigem Orange gibt es für jeden Geschmack etwas zu entdecken. Zu guter Letzt dürfen auch die Stauden nicht vergessen werden, die mit ihren vielfältigen Farben und Formen den Bunten Garten zum Leben erwecken. Mit 1200 verschiedenen Arten und Sorten schaffen sie eine lebendige Atmosphäre und bieten eine beeindruckende Auswahl an Blumen, Gräsern und Kräutern. Alles in allem kann der Bunte Garten mit stolzen 4000 verschiedenen Arten und Sorten aufwarten. Es ist ein wahrer Schatz der Natur, der es ermöglicht, die Vielfalt und Schönheit der Pflanzenwelt in all ihren Facetten zu erleben und zu genießen.
Biologische Vielfalt
Ein Botanischer Garten hat die Aufgabe sich um die Biologische Vielfalt (Biodiversität) der Pflanzen zu kümmern.
Die Vielfalt des Lebens lässt sich auf drei Ebenen beschreiben:
- Vielfalt der Ökosysteme (Lebensräume wie Wasser, Wald, Alpiner Raum)
- Vielfalt der Arten (Tiere, Pflanzen, Pilze, Mikroorganismen)
- Vielfalt der Gene(Rassen oder Sorten von wildlebenden und genutzten Arten)
Als vierte Ebene versteht man unter funktionaler Biodiversität die Vielfalt der Wechselbeziehungen innerhalb und zwischen den anderen drei Ebenen.
Von den Namen der Pflanzen
Die wissenschaftlichen Pflanzennamen sind von großer Bedeutung, weil sie den Schlüssel zu unserem Wissen über die Pflanzenwelt bilden, denn Informationen über eine Pflanze kann man in Büchern nur finden, wenn man ihren Namen kennt. – Lesen sie hier, wie Sie die Pflanzenbezeichnungen entschlüsseln.
Pflanzennamen auf botanischen Namensschildern
Auf den Namensschildern des Botanischen Gartens werden in der Regel der den Gattungsnamen enthaltende Artname und der Name der Familie genannt; soweit unterschieden, werden auch Unterarten (subsp.) und Varietäten (var.) erwähnt. Hinter dem wissenschaftlichen Namen sind normalerweise die Autoren (meist in abgekürzter Form) angegeben, die als erste den Pflanzennamen gültig veröffentlicht haben. In unserem Beispiel „L.“ für Linné.
Nicht selten werden sogar zwei Autoren zitiert, von denen der erste in Klammern steht. Ein solches doppeltes Autorzitat kommt dadurch zustande, dass beispielsweise eine Art aufgrund neuer Erkenntnisse später in eine andere Gattung versetzt wird. In einem solchen Fall muss das Epitheton des ursprünglichen Namens beibehalten werden, und sein Autor wird dann in Klammern zitiert, während der Autor, der die „Versetzung“ der Art zuerst durchführte, dahinter steht. Der in unseren Buchenwäldern verbreitete Waldmeister wurde z.B. zunächst von Linné Asperula odorata genannt. Später wurde er von dem Tiroler Botaniker Scopoli in die Gattung Galium versetzt und heißt jetzt Galium odoratum mit dem Autorzitat „(L.) Scop.“ (siehe unten).
Beispiel eines botanischen Namensschildes
Galium odoratum (L.) Scop.
Waldmeister
Europa, Sibirien, Kaukasus, N-Afrika
Rubiaceae
Index Seminum
Weltweit wird in Botanischen Gärten das Saatgut von Pflanzen eingesammelt. Dieses wird im sogenannten Index Seminum erfaßt und einmal jährlich an alle anderen Botanischen Gärten versendet. Benötigt man eine bestimmte Pflanze, so sucht man diese zunächst im Index Seminum eines anderen Botanischen Gartens. So erfolgt der Austausch über die ganze Welt, um eine möglichst große Population der einzelnen Arten zu erhalten.
Der Austausch ist an das Übereinkommen über die Biologische Vielfalt (Rio de Janeiro, 1992) geknüpft, weshalb wir nur Pflanzenmaterial unter folgenden Bedingungen abgeben:
- Das zur Verfügung gestellte Material und die Nachzuchten daraus werden ohne Verfolgung kommerzieller Absichten ausschließlich für die wissenschaftliche Forschung, Arterhaltungskulturen, Ausbildungszwecke, Öffentlichkeitsarbeit und die Weiterentwicklung der Bestände öffentlicher Botanischer Gärten verwendet.
- Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass im Falle einer kommerziellen Nutzung der Nutzer sich an den Botanischen Garten Mönchengladbach zu wenden hat, da eine kommerzielle Nutzung eines gesonderten Übereinkommens bedarf.
Mit Ihrer Samenbestellung bestätigen Sie die Verpflichtung zur Einhaltung dieser Bedingungen. Möchten Sie als Schule, Kindergarten oder andere gemeinnützige Einrichtung Saatgut bestellen, so vermerken Sie Ihre Einrichtung bitte auf dem Bestellformular. Bitte haben Sie dafür Verständnis, daß Saatgut an Privatpersonen nicht abgegeben werden kann.


